Mittwoch, 17. April 2019

Interessantes über Ostern

Der teuerste Osterhase der Welt kostete schlappe 46.400€

Der britische Star-Chocolatier Martin Chiffers benötigte ganze zwei Tage, um einen Schokoladenhasen für rund 46.400€ zu modellieren und fertigzustellen. Der fünf Kilo schwere und von Hand bearbeitete Hase bestand aus einer seltenen Tansania-Schokolade und wurde 2015 von der Luxus-Website VeryFirstTo verkauft.

Ein besonderes Highlight waren die zwei rund geschliffenen Diamanten als Augen und die vergoldeten Eier neben dem Hasen. Wer auch immer sich das teure Stück gegönnt hat: Für den Verzehr der 500.000 Kalorien besteht keine Eile, denn der Hase soll nach Aussage des Herstellers bis zu 2 Jahre genießbar sein.


Der Weihnachtssong Last Christmas ist eigentlich ein Osterlied

Ursprünglich sollte der wohl bekannteste Weihnachtshit an Ostern 1985 unter dem Titel Last Easter veröffentlicht werden - doch George Michael und sein Management entschieden sich dagegen. Sie zogen die Veröffentlichung auf den 15. Dezember 1984 vor. Weil nur noch wenige Tage bis zu Weihnachten fehlten, tauften sie das Lied, das erst einige Jahre später zum Kulthit wurde, in Last Christmas um.


Was der Hase und das Küken mit Ostern zu tun haben

Ostern ohne einen Osterhasen? Undenkbar. Und das aus gutem Grund: In der Jahreszeit Frühling sind Hasen nämlich besonders oft anzutreffen, vor allem auf Feldern und in Gärten, weswegen den Kindern gerne weisgemacht wird, dass ein Hase die Eier versteckt hat. Da die vermehrungsfreudigen Tiere mehrmals pro Jahr Junge werfen, gelten sie - wer hätte das gedacht - als vorchristliches Fruchtbarkeitssymbol.

Das Küken, das seine Schale zerbricht und ans Licht kommt, steht symbolisch für Jesus Christus, der ebenso aus dem Dunkeln aufersteht.


Sind die Osterhasen aus Schokolade die alten, unverkauften Schokoweihnachtsmänner?

Der Mythos, dass die unverkauften Schokoladenweihnachtsmänner zu Osterhasen eingeschmolzen werden, hält sich hartnäckig. Jedoch wären die hygienischen Risiken viel zu groß, ausgelieferte Lebensmittel zurückzunehmen und erneut zu verarbeiten. Deswegen verbietet das deutsche Lebensmittelrecht das Einschmelzen der Schokoladenweihnachtsmänner. Schokohasen-Liebhaber können also aufatmen.


Schokoladenosterhase schlägt Nikolaus

Niemand profitiert so sehr von der Beliebtheit der österlichen Süßigkeiten wie die Süßwarenindustrie. Je nachdem, wie spät das Osterfest gefeiert wird, werden jährlich in Deutschland über 200 Millionen Hasen produziert. Etwa die Hälfte davon wird exportiert, hauptsächlich in die USA und nach Australien.

Somit löst der Schokoladenhase den Schokoladenweihnachtsmann an der Spitze der meistproduzierten saisonalen Süßigkeiten ab.  Das liegt vor allem daran, dass sich der Schokoladenweihnachtsmann während der Weihnachtszeit gegen eine größere Konkurrenz wie Spekulatius und Plätzchen durchsetzen muss.


Quelle: https://www.google.de/amp/s/amp.welt.de/kmpkt/article163585258/7-Dinge-ueber-Ostern-die-du-noch-nicht-wusstest.html

letzter Zugriff: 02.04.2019

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Dienstag, 2. April 2019

Bald ist Ostern


Wussten Sie schon, wieso peruanische Hühner blaue Eier legen? Oder wie lang ein Straußenei braucht, um hart zu kochen? Wir stellen Ihnen 8 skurrile und lustige Fakten rund um das Ei vor.


Ostern ist Familienzeit. Zumindest bei den meisten. Viele Stunden werden gemeinsam in der Küche, am Frühstückstisch oder beim Lammbraten-Abendessen verbracht. Wenn Sie auf dem Weg zur Ostermesse sind und Ihnen der Gesprächsstoff ausgehen sollte, dann lesen Sie folgende acht skurille und lustige Fakten rund ums Ei. Und der Oster-Smalltalk ist gerettet:


1. Die Wahrsagerei aus Eiern nennt man Ovomantie, oder auch Eierorakel.

Das Lesen aus dem Ei war schon im alten Rom bekannt. Das Ei symbolisiert bis heute Leben und Fruchtbarkeit. Stellt man es richtig an, dann kann man Kontakt zu den Ahnen, Geistern oder Göttern aufnehmen - je nach Religion und Glaube. Ob das Ei zum Spiegelei gebraten oder hart gekocht werden muss, wissen wir leider nicht.

2. In Peru legen die Hühner blaue Eier.

Das liegt nicht daran, dass Hühner in Peru beschwipst sind, sondern an der Beschaffenheit des Bodens. Da die Schwefelkonzentration im Boden in den Anden ziemlich hoch ist, kann es vorkommen, dass die Hühner blaue Eier legen. Praktisch. Dann muss man sich keine Gedanken ums Eierfärben mehr machen.

3. Über 17 Milliarden Eier essen die Deutschen im Jahr.

Die Deutschen stehen auf Eier. Im Jahr 2011 lag der durchschnittliche Verzehr bei 212 Eiern pro Kopf.

4. "Ich fürchte mich vor Eiern."

Dieses Zitat stammt vom Meister des Thrillers Alfred Hitchcock. Der Regisseur ist bekannt dafür, die Zuschauer das Fürchten zu lehren. Seine Ängste sind deshalb umso skurriler - er fürchtet sich vor Eiern: "Ich fürchte mich vor Eiern – schlimmer noch, sie ekeln mich an. Dieses runde, weiße Ding ohne irgendwelche Löcher. Hat man jemals etwas Widerwärtigeres gesehen als ein Eidotter, das seine gelbe Flüssigkeit verschüttet? Blut ist vergnügt rötlich. Aber Dotter ist gelb, eklig ... ich habe das noch nie probiert", so der Regisseur.

5. Das teuerste Ei der Welt kostet 30 Millionen Dollar.

Natürlich handelt es sich bei diesem Ei nicht um ein Hühner-, Wachtel- oder Straußenei, sondern um ein Ei aus Diamant. Ein weißes 118-Karat-Diamant-Ei wurde zu einem Rekordpreis von 30,6 Millionen Dollar in Hongkong versteigert.

6. 40 Minuten und es ist hartgekocht.

Ein normales Ei braucht etwa 7 Minuten, bis es hartgekocht ist. Bei einem Straußenei dauert es deutlich länger. Und zwar 40 Minuten. Mit einer Größe von bis zu 20 cm hat es die 12-15 fache Größe eines Hühnereis. Davon wird dann auch die ganze Familie satt.

7. Chinesen essen tausendjährige Eier.

Natürlich sind die Eier nicht 1000 Jahre alt, nicht einmal 100. Aber es können gut drei Monate vergehen, bis sie gegessen werden. Bei den tausendjährigen oder auch hundertjährigen Eiern handelt es sich um eine chinesische Delikatesse: Rohe Enteneier werden für etwa drei Monate in einen Brei aus Anis, Szechuanpfeffer, Teeblättern, Piniennadeln, Fenchelkörnern, Salz, warmem Wasser, gebranntem Kalk, Holzasche sowie Sägespänen eingelegt. In dieser Zeit wird das Eiweiß geleeartig und nimmt eine gelbliche Färbung an. Das Eigelb verwandelt sich in eine grüne, quarkige Kugel. Und soll gar nicht so schlecht schmecken, wie es klingt.

8. 514 Kilogramm Rührei in der Pfanne.

Das ist Weltrekord. In St. Gallen in der Schweiz rührte ein Team das größte Rührei der Welt. Sie verwendeten für ihr Mahl rund 8000 Eier. Das wäre auch eine geeignete Idee für den Osterbrunch.


Quelle: https://mobil.stern.de/genuss/essen/acht-dinge--die-sie-zu-ostern-nicht-wissen-muessen-3712682.html

letzter Zugriff: 01.02.2019, 17.00 Uhr

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Sonntag, 31. März 2019

Woher kommt eigentlich der Aprilscherz?

WOHER KOMMT EIGENTLICH DER APRILSCHERZ? WIR VERRATEN ES EUCH


'April, April!' Das hat es auf sich mit den Späßen am Ersten des Monats

Für leichtgläu

bige Menschen ist der erste April kein einfacher Tag. Jedes Jahr fallen sie auf frei erfundene Geschichten herein und lassen sich veräppeln. Nur wo hat der Aprilscherz eigentlich seinen Ursprung? Eindeutig beantwortet werden kann diese Frage nicht, allerdings gibt es durchaus einige interessante Theorien ... 


Kalenderchaos

Sogar hochseriöse Nachrichtenverlage erlauben es sich einmal im Jahr, frei erfundene Geschichten zu veröffentlichen und damit viele Menschen auf den Arm zu nehmen. Meist ist es gar nicht so einfach zu erkennen, ob es sich nun um einen Scherz oder um ein tatsächliches Geschehnis handelt. Sicher einer der Gründe, weshalb Aprilscherze selbst nach Jahren noch so beliebt sind. Doch wo liegt eigentlich der Ursprung dieses urkomischen Tages? Eine Erklärung hierfür stammt aus dem Jahr 1582 - dem Jahr, in dem unsere heutige Kalenderrechnung eingeführt wurde. Papst Gregor der Achte verlegte demnach das Neujahrsfest vom ersten April auf den ersten Januar. An diese Neuerung konnten sich viele allerdings nicht sofort gewöhnen und feierten das neue Jahr deshalb am ersten April anstatt am neu festgelegten ersten Januar. Dieses Kalenderchaos wurde von einigen Witzbolden ausgenutzt, indem sie Unwissende in den April schickten, also ins vermeintliche neue Jahr.

Damals wie heute

Eine weitere Möglichkeit zum Ursprung des ersten Aprils ist die Geschichte des sogenannten Hilaria-Festes. Die römische Zeremonie fand jährlich zur Tagundnachtgleiche statt. So werden die Tage bezeichnet, an denen der Tag und die Nacht gleich lange andauern. Aus diesem Anlass verkleideten die Menschen sich, feierten und spielten einander Streiche. Der letzte Aspekt ist demnach bis heute so geblieben.

Vertreibung des Königs

Einem Volksmärchen zufolge stammt der Aprilscherz aus der Stadt Gotham im britischen Nottinghamshire. Im 13. Jahrhundert war es eine Tradition des Königs John, dass jede Straße, welche er betrat, dem Königreich zugesprochen wurde. Als man in Gotham davon hörte, dass der König im Anmarsch war, ließen sie ihn nicht in die Stadt, um ihre Hauptstraße nicht hergeben zu müssen. Aus diesem Grund ließen die Bewohner sich etwas Besonderes einfallen: Sie verhielten sich besonders eigenartig, um den König abzuschrecken. Der Legende zufolge versuchten sie dafür Fische zu ertränken oder fingen Vögel in Käfigen ohne Dächer ein. Ihre Versuche hatten Erfolg – König John betrat die Stadt nicht und seitdem feiern die Leute jährlich den ersten April.

Welche Geschichte nun auch wahr ist – Gut, dass es einen Tag im Jahr gibt, an dem man seinen Gegenüber völlig legal auf die Schippe nehmen kann.


Quelle: https://www.bigfm.de/buzzhaltestelle/19200/aprilscherz

letzter Zugriff: 31.3

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Samstag, 30. März 2019

So können Sie morgen Ihre Kinder in den April schicken :-)

15 simple, aber effektive Aprilscherze


April, April! Seinen Mitmenschen am 1. April einen Streich zu spielen und sie damit in den April zu schicken, ist eine weitverbreitete Tradition. Nur leider sind die vermeintlich lustig gemeinten Streiche oft ziemlich gemein und damit nur für den selbsternannten Scherzkeks ein Spaß.

Bei den folgenden 15 Aprilscherzen ist das nicht der Fall. Das Opfer wird sich natürlich veräppelt vorkommen, sich erschrecken oder kurz darüber ärgern, aber am Ende kommt niemand zu Schaden – weder der Reingelegte noch irgendwelche Freundschaften.


1.) Klebe einen Streifen Klebeband über den Laser der Maus und dein Opfer wird denken, seine Maus sei kaputt.

Denn egal wie wild er sie über den Schreibtisch hin und her bewegen wird, der Cursor wird bewegungslos auf dem Bildschirm verharren.


2.) Hebe einige Schokobon-Folien auf, um rote Weintrauben darin einzuwickeln und sie einem ahnungslosen Mitmenschen anzubieten, der dann nicht in das beißen wird, was er erwartet hat.


3.) Aber nicht nur Schokobons, auch die dunklen Doppelkekse mit weißer Füllung lassen sich zum Täuschen und Reinlegen nutzten: Löse die Kekse voneinander, kratze die Creme ab und ersetze sie durch weiße Zahnpasta, bevor du die Kekse wieder zusammenpappst.

Während du heimlich die Creme verputzt hast, wundert sich dein Gegenüber über den eigenwilligen Geschmack dieser Kekse.


4.) Wenn du ein Stück Seife mit farblosem Nagellack bestreichst, wird sie nicht schäumen.

Dadurch wird dein Opfer vergeblich versuchen, sich die Hände zu waschen.

5.) Schneide aus schwarzer Pappe Umrisse von Insekten aus und klebe sie auf die Innenseite eines Lampenschirms, um deinem ahnungslosen Opfer einen kleinen Schreck einzujagen, wenn es das Licht einschaltet.

6.) So nah und doch so fern: Wickle Kabelbinder um die Toilettenpapierrolle, und der nächste Besucher des stillen Örtchens wird sich in der Eile der Not nach einer Alternative umsehen müssen.


7.) Und noch eine Süßigkeit, die nicht das ist, was sie zu sein scheint: Diese leckeren Lutscher sind in Wahrheit mit Schokolade überzogener Rosenkohl.


8.) Der vielleicht grenzwertigste Streich in dieser Liste, mit dem aber vor allem notorischen Stehpinklern eine Lektion erteilt wird: Spanne Frischhaltefolie über die Toilettenschüssel.


9.) Befestige einen Reißnagel mit etwas Klebeband an der Tür und lege einen Luftballon in die Ecke dahinter.

Damit wird dein Kollege richtig wach, wenn er morgens das Büro betritt.


10.) Wer noch Partyknaller von der letzten Silvesterfeier übrig hat, kann den vorangegangenen Trick auch ein wenig variieren.


11.) Mache eine leere Toilettenpapierrolle nass, verforme sie entsprechend und platziere sie gut sichtbar auf dem Toilettensitz.

Der Nächste, der das WC betritt, wird kurzfristig den Glauben an die Menschheit verlieren.


12.) Luftpolsterfolie unter dem Läufer sorgt bei all jenen, die darübergehen, für Verwunderung. Woher kommen bloß die seltsamen Geräusche?


13.) Nimm die leere Flasche einer bekannten Cola-Marke und fülle sie mit Sojasoße auf.

Bei einer Flasche mit Drehverschluss solltest du anschließend den Plastikring unter dem Deckel entfernen, damit die Flasche ungeöffnet aussieht, wenn du sie wieder verschließt und jemandem anbietest.


14.) Ein schnellgemachter Klassiker: Entferne die Batterien aus der Fernbedienung, setzt die Klappe des Batteriefachs wieder auf und beobachte vergnügt, wie lange dein Opfer braucht, bis es herausfindet, warum die Fernbedienung nicht funktioniert.

15.) Zum Abschluss ein wahrlich diabolischer Streich: Mische M&M's und Skittles und erfreue dich an der Verwirrung, das du damit auslöst


Der Ursprung des Aprilscherzes ist übrigens unklar. Manche gehen davon aus, dass Leute, die Neujahr bereits am 1. Januar feierten, sich in der Vergangenheit über jene lustig machten, die den Beginn des Jahres immer noch um den Frühlingsanfang herum feierten.


Quelle: https://www.genialetricks.com/streiche/

letzter Zugriff: 30.03.2019, 20.00 Uhr

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Was ein Unterschied...

31.03.2018

31.03.2019
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Donnerstag, 14. März 2019

Erinnerungen an ein wunderschönes Frühlingslied

Der Frühling hat sich eingestellt

„Hörst du das Lied?“

„Welches Lied?“

„Dieses alte Volkslied dort drüben. Ich kenne es aus der Schule. Psst! Nun bleib doch mal stehen und lausche!“

Anna Schmitt deutete nach rechts über die Parkwiese hinüber zum Pavillon.

„Was für eine liebliche Stimme!“, schwärmte sie. „Es ist, als würde ein Engel singen. Du hörst es nun auch, oder?“

Ihre Freundin Klara Mai schüttelte den Kopf.

„Nein. Da ist nichts“, antwortete sie. „Du bildest dir das bestimmt nur ein. Es wäre ja nicht das erste Mal.“

„Es ist ein Frühlingslied“, beharrte Anna. „Ich höre es genau und ich sage dir, es klingt wunderhübsch. Du kennst es auch. Warte!“ Und mit zitternder Stimme begann sie zu singen:

‚Der Frühling hat sich eingestellt. Wohlan, wer will ihn sehn? Der muss mit mir ins freie Feld, ins grüne Feld nun gehn.‘ … Hörst du es nun?“

„Ich höre nichts und du singst falsch. Und nun lass uns endlich weiter gehen. Wie sind spät dran. Längst sollten wir im Parkcafé sein.“

Klara dachte an ihren geliebten Rüdesheimer Kaffee und die Mokkacremetorte, auf die sie sich schon den ganzen Tag freute. Sie wollte nicht länger warten, schon gar nicht wegen eines Liedes, das irgendwer hier irgendwo sang. Wenn überhaupt.

„Kaffee und Kuchen laufen uns nicht weg. Aber ein Frühlingslied hört man hier nicht alle Tage. Und nun komm!“

Anna packte die Freundin und versuchte, sie mit sich über die Parkwiese zu ziehen, dem imaginären Gesang hinterher.

„Sing mit! Es macht Freude: „Er hielt im Walde sich versteckt, dass niemand ihn mehr sah; ein Vöglein hat ihn aufgeweckt, jetzt ist er wieder da.“

„So ein Unsinn und das am helllichten Tage!“

Klara war empört. Sie wollte jetzt nicht singen und nach irgendwelchen Klängen, die sie nicht zu hören vermochte, Ausschau halten. Schon gar nicht mochte sie es Anna, dieser verrückten Person, gleichtun und singend durch den Park wandern. Was, wenn man sie so sähe? Nein, das kam nicht in Frage. Was würden die Leute denken?

Sie riss sich von der Freundin los und stapfte mit ärgerlichen Schritten auf den Parkweg zurück.

„Nun komm! Sei vernünftig!“, rief sie Anna zu.

Die aber strebte weiter dem Gebüsch jenseits der Wiese zu. Sie schien wie verhext zu sein. Oder wollte sie nicht hören?

„Jetzt ist der Frühling wieder da, ihm folgt, wohin er zieht, nur lauter Freude fern und nah und lauter Spiel und Lied.“

Laut hallte das Lied zu Klara herüber. Laut und fröhlich.

Fröhlich? Ob sich Anna einen Spaß mit ihr machte? Es schien ihr zu gefallen, sich – und sie – hier vor Gott und der Welt zu blamieren. Typisch Anna!

„Aber nicht mit mir.“ Klara hatte genug. „Dieses Mal soll sie sich nicht auf meine Kosten amüsieren“, murmelte sie. „Ich gehe jetzt. Der Kaffee wartet. Und die Torte. Wenn Anna zu spät kommt, so ist es ihr Problem.“

Und mit weit ausholenden Schritten marschierte sie davon. Fast sah es aus wie eine Flucht.

Fröhlich hallte Annas Gesang ihr hinterher.

‚Und allen hat er, Groß und Klein, was Schönes mitgebracht, und sollt’s auch nur ein Sträußchen sein, er hat an uns gedacht.’

Doch was war das? Träumte sie?

Klara erstarrte. War da auf einmal eine Männerstimme?

„Drum frisch hinaus ins freie Feld, ins grüne Feld hinaus! Der Frühling hat sich eingestellt; wer bliebe da zu Haus?“

Ja, sie konnte sie hören. Laut und deutlich. Ein angenehmer Herrenbass sang Annas eingebildetes Lied zu Ende. Wie wohltönend er klang, der Bass! Was für ein schönes Lied! Und was für ein Glück für Anna!

Und nun sangen die beiden das Lied auch noch zu zweit. Alle Strophen noch einmal.

„Der Frühling hat sich eingestellt. Wohlan, wer will ihn sehn? Der muss mit mir ins freie Feld, ins grüne Feld nun gehn…“

Es klang wunderschön, dieses Frühlingsduett im Park.

„Wenn er nur auch endlich kommen wollte, der Frühling“, murrte Klara. Sie schluckte. Eine Welle ärgerlichen Neides durchflutete sie. Anna! Immer Anna hatte Glück mit ihren Eskapaden.

Dann schnupperte sie. Duftete es da nicht auf einmal sehr intensiv nach Kaffee und Mokkacremetorte? Von dort drüben, vom Pavillon her? Er lockte und rief nach ihr, der himmlische Geruch. Sie lächelte, dann folgte sie mit langen Schritten der duftenden Gnade der sie rettenden Fantasie.

© Elke Bräunling

* Liedtext von Hoffmann von Fallersleben


Quelle: https://geschichtensammlung.com/2018/03/04/der-fruehling-hat-sich-eingestellt/

letzter Zugriff: 13.03.2019, 16.00 Uhr


https://youtu.be/Lej8wqszX5k



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